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Unfall besoffen: Kein Schmerzensgeld für rücksichtslosen Fußgänger

Unfälle mit Kraftfahrzeugen, bei denen Fußgänger verletzt werden, gehen zumeist zu Lasten der Fahrzeugführer. Diese haften meist schon deshalb, weil sie eben Auto fahren. Juristisch nennt man das „Betriebsgefahr“.

Trotzdem bekam zuletzt ein Fußgänger kein Recht: Stockbesoffen (2,49 Promille) geriet dieser bei dem Versuch, sich auf einem Supermarktplatz an einem LKW abzustützen, zwischen dessen Hinterräder. Der LKW war gerade im Anfahren begriffen, so dass sich der Fußgänger schwerste Verletzungen zuzog.

Das OLG Hamm entschied am 17.04.2015 (rechtskräftig): Den Unfall habe der Fußgänger selber verschuldet, sich zudem äußerst rücksichtlos verhalten. Dahinter trete die Betriebsgefahr des LKW vollständig zurück.

Irgendwie nachvollziehbar.

 

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